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Wasserpfeife

Eine sogenannte Shisha ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. Sie ist fester Bestandteil der arabischen Kultur und gilt als ein Zeichen der Gastfreundschaft. Der Name kommt aus dem Persischen, so heißt das Wort “shishe” ins Deutsche übersetzt “Glas”.

Geschichte der Shisha

In Indien soll das Prinzip der Wasserpfeife erfunden worden sein, angeblich soll sie damals aus einem in eine Kokosnuss gesteckten Bambusstock bestanden haben. Vor ca. 400 Jahren verbreitete sich die Shisha bis hin zum Einflussgebiet der Osmanen und schließlich in das gesamte osmanische Reich. Die Popularität nahm zu und die Wasserpfeife wurde zu einem festen Bestandteil der Kultur. Die Form der Wasserpfeife, die wir heute kennen, kommt aus der Türkei, von dort aus etablierte sie sich in ganz Europa.

Heutzutage ist die Wasserpfeife immer noch sehr beliebt. In den Großstädten sind viele Shisha Cafés und -Bars zu finden, in denen man sich je nach Geschmack verschiedene Tabaksorten für seine Hookah aussuchen kann. In solche Cafés geht man meistens in einer Gruppe, zudem bieten die meisten Lokale noch Getränke und kleine Snacks neben der Wasserpfeife an.

Shisha Aufbau                                                                

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Bowl(Glas) – 6

Rauchsäule/Gewinde – 3/4

Kopf – 1

Ascheteller – 7

Schlauch – 2/5

Es gibt viele Shisha Formen und -Varianten, die aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, die Preise reichen von 20€ am Kiosk bis zu High-End 500€-Wasserpfeife , wobei es sogar noch teurere Modelle gibt. Die Preise hängen von der Form, den benutzten Materialien, dem Hersteller und der Größe ab. In Cafés werden meistens Modelle mit einer Höhe zwischen 60 und 90 Zentimeter benutzt. Jedoch gibt es auch die eben schon erwähnten, günstigeren Kiosk-Shishas, die meistens nicht größer als 40 cm sind. Doch was sie alle gemeinsam haben, ist, dass sie meistens aus mindestens vier Teilen bestehen.

 


Shisha Bowl

Die Bowl ist der schwerste und größte Teil einer Shisha. In die Bowl füllt man Wasser, sodass sich das Tauchrohr wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche befindet. Das Wassergefäß wird meist aus Materialien wie Glas, Acryl oder in seltenen Fällen auch aus Metall hergestellt. Zur Verzierung wird das Gefäß oft noch mit Farben verziert oder ein bestimmtes Muster oder Motive aus der Natur angebracht.

Shisha Rauchsäule

Im Normalfall ist das für die Rauchsäule benutzte Material Metall, das mit Messing oder Chrom beschichtet ist. Ältere oder klassische Modelle, die vor allem in- und um Arabien zu finden sind haben eine Holzrauchsäule. Diese haben allerdings den Nachteil, dass das Holz die Feuchtigkeit des Wassers aus der Bowl aufnimmt und dadurch das Riechen anfängt. Am unteren Teil der Shisha Rauchsäule dann die Schläuche anbringen.

Shisha Tauchrohr

Das Tauchrohr wird verbunden mit der Rauchsäule, manchmal muss man das Tauchrohr auch noch extra anschrauben. Über der Rauchsäule ist der Shisha Kopf positioniert. Das Wasser in der Bowl sollte so hoch stehen, dass das Ende des Shisha Tauchrohr 2-4 cm unter der Wasseroberfläche liegt. Wird der Tabak im Kopf also erhitzt, gelangt der Rauch durch die Rauchsäule und das Tauchrohr in die mit Wasser gefüllte Bowl, da ja das Ende des Tauchrohrs unter Wasser liegt. So werden zum Einen Schwebstoffe und wasserlösliche Bestandteile herausgefiltert und zum Anderen wird der Rauch abgekühlt.

Shisha Kopf

Allgemein ist der Shisha Kopf ein kleines Gefäß aus Keramik, Bimsstein, Metall oder Keramik. Am oberen Ende des Kopfes ist eine Einkerbung, in die man den Shisha Tabak legt. Der Konsument hat eine breite Auswahl an Köpfen, die sich alle unterschiedlich auf das Rauchverhalten und den Geschmack auswirken. Unter dieser besagten Einkerbung befinden sich in der Regel mehrere Löcher, durch die der Rauch in die Rauchsäule durch das Tauchrohr in die Bowl und schließlich in den Schlauch kommt. Für den Kopf hat man entweder eine eigens dafür gemachte Vorrichtung oder man spannt eine Alufolie über den Kopf, sticht mit einem spitzen Gegenstand Löcher in diese hinein und legt schließlich glühende Kohlen darauf, die die Inhaltsstoffe des Tabaks verdampfen lassen.

Die drei am meisten produzierten Kopfarten sind der Standardkopf, der 5 kleine Löcher im Kopfboden aufweist, der Einlochkopf, bei dem es nur ein großes Loch gibt, das in der Mitte des Gefäßes liegt, der Vorteil bzw. Nachteil bei dieser Variante ist, dass man länger rauchen kann, jedoch kein starkes Rauchgefühl hat. Der Kaminkopf besteht neben einem Tonkopf noch aus einer Kaminhaube, unter dem die Kohlen liegen. So soll das gleichmäßige Verdampfen des Tabaks erreicht werden. Wenn man jedoch mal etwas anderes ausprobieren möchte, gibt es die Möglichkeit den Kopf aus Früchten wie einer KIwi oder Orange zu bauen. So schmeckt man neben dem Aróma des Tabaks noch das der Frucht.

Shisha Ascheteller

Auf den Shisha Ascheteller oder auch Shisha Kohleteller wird meist der Teil der Kohlen geascht, der nicht mehr glüht, sodass besser Hitze entstehen kann. Oder man legt eine Kohle runter, falls der Geschmack zu intensiv ist und zuviel Tabak verdampft. Zudem ist der Ascheteller zur Sicherheit da, dass falls eine Kohle von dem Kopf runterfällt, diese nicht direkt auf den Boden, sondern in den Ascheteller fällt.

Shisha Schlauch

Den Schlauch an einem der Schlauchanschlüsse am unteren Ende der Rauchsäule anbringen. Um ihn in diesen Anschluss stecken zu können braucht man zudem einen Adapter. Wie viele Schläuche man benutzen kann hängt ganz von der Shisha ab, in manche lässt sich nur ein Schlauch stecken, in manche bis zu 4, wobei es – selten – Modelle gibt die noch mehr Anschlüsse haben. Die Schläuche bestehen meistens aus Latex, Silikon, Kunststoff oder Leder.